Toyota Auris

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Der Toyota Auris ist ein Pkw des japanischen Herstellers Toyota. Er ist der Nachfolger des bis dahin 40 Jahren gebauten Toyota Corolla und ein Vertreter der Kompaktklasse. Von der Größe ordnet sich der Auris zwischen dem Kleinwagen Yaris und dem Mittelklassewagen Avensis ein. Der Name Auris ist abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung aurum für ‚Gold‘ und wurde von der Namensagentur Nomen International Deutschland entwickelt. Im nichteuropäischen Raum wird statt des Auris häufig weiterhin der Corolla angeboten, teilweise auch der Auris unter dem Namen Corolla. Der Namenswechsel erfolgte vor allem aus Gründen des Marketings, weil in Umfragen ermittelt wurde, dass der Name Corolla von europäischen Verbrauchern häufig mit einem unattraktiven, altmodischen und nicht begehrenswerten Auto assoziiert wird.

Laut Toyota ist der Auris das meistverkaufte Hybridelektrokraftfahrzeug in Europa (Stand 2015). Der Auris (Werkscode: E150) wurde im Dezember 2006 auf der Automobilmesse in Bologna vorgestellt und war ab dem 3. März 2007 auf dem deutschen Markt verfügbar. Die dreitürige Version folgte im Juli 2007. Die erste Generation wurde für den europäischen Markt außer in den beiden Toyota-Werken in der Türkei (Adapazarı: TMMT) und Großbritannien (Burnaston, Derbyshire), wo auch der Vorgänger Corolla gefertigt wurde, auch in Japan (Kanegasaki) gebaut. Das Design wurde in den europäischen Toyota-Designstudios in Frankreich entworfen. In Japan wurde der Auris auch in einer Luxusversion namens Blade angeboten. Der Blade hat die Grundkarosserie des Auris, unterscheidet sich von diesem aber durch eine geänderte Front- (unter anderem breitere Xenonscheinwerfer) und Heckpartie (in die Heckklappe verbreiterte LED-Rückleuchten, geänderte Heckscheibe). Außerdem wurde der Innenraum durch die Verwendung von Alcantara (unter anderem auf der Armaturentafel-Oberseite) aufgewertet. Der Blade wird von einem 2,4-l-Vierzylinder angetrieben, der 123 kW (167 PS) leistet. Außerdem ist mit dem Blade Master eine Version mit 3,5-l-V6 im Angebot, der 206 kW (280 PS) leistet. Toyota stellte auf der IAA in Frankfurt im September 2009 eine Vollhybrid-Version des Toyota Auris vor, den Auris HSD (für Hybrid Synergy Drive), welcher in Europa ab September 2010 unter der Bezeichnung Auris Hybrid erhältlich war.

Laut Herstellerangaben erreicht er eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10 Sekunden, kann in vier verschiedenen Modi gefahren werden (Normal-, ECO-, POWER- und EV-Modus) – im letzteren, rein elektrischen Betriebsmodus, bis zu 2 Kilometer bei maximal 50 km/h. Im gemischten Betrieb lag der CO2-Ausstoß bei unter 100 g/km. Im März 2010 erhielt der Auris vorab ein Facelift, das unter anderem an der überarbeiteten Front- sowie Heckpartie zu erkennen ist. Im September 2012 endete die Produktion des Auris E150. Auf dem Pariser Auto-Salon wurde im September 2012 die zweite Generation des Auris (E180) vorgestellt, die im englischen Werk Burnaston produziert und seit dem 19. Januar 2013 ausgeliefert wird. Dieser Auris wird erstmals neben der nur noch fünftürig erhältlichen Schräghecklimousine seit dem 13. Juli 2013 auch als Kombi namens Touring Sports angeboten. Auf der Paris Auto Show 2012 enthüllte Toyota als Weltpremiere eine Kombivariante des Auris, die 285 mm länger als das fünftürige Steilheckmodell ist.

Es ist gleichzeitig das erste Modell in diesem Segment, in dem ein Vollhybrid angeboten wird. Der Radstand bleibt bei 2600 mm genau wie beim Fünftürer, jedoch verläuft die Seitenlinie etwas anders. Durch die größere Länge bietet der Kofferraum mehr Ladevolumen. Der Heckstoßfänger und die Heckklappe erhielten ein neues Design, während die Ladekante sich 80 mm tiefer befindet. Die Motorenpalette wurde vom Schrägheck übernommen, einschließlich des 1,33-l-Dual VVT-i und des 1,6-l-Valvematic sowie dem Dieselmodell 1,4 D-4D. Der Hybrid wird ebenso mit einem 1,8-l-VVT-i-Benziner und einem Elektromotor angeboten, mit einer Systemleistung von 136 PS (100 kW), was für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,9 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h reicht. Im Juni 2015 wurde dem Auris ein Facelift zuteil, was am neuen Familien-Design zu erkennen ist. Am 12. September desselben Jahres kam das überarbeitete Fahrzeug in den Handel.

Das überarbeitete Modell ist vorne vor allem zu erkennen: Eine breite, nach oben versetzte Chromspange verbindet die Scheinwerfer, aus denen künftig LEDs leuchten. Unterhalb des kräftiger ausgebildeten Stoßfängers verläuft der untere Kühlergrill nun über die gesamte Breite der Front. Auch das Heck wurde verändert, was man an den nun horizontal sitzenden Reflektoren und der Chromleiste zu sehen ist. Die Überhänge fallen vorne und hinten etwas länger aus; sowohl der Kombi (plus vier Zentimeter) als auch der Fünftürer (plus sechs Zentimeter) legten insgesamt in der Länge etwas zu. Technisch gibt es ebenfalls Neuerungen: Ein komplett neuer und 1,2 Liter großer Turbo-Direkteinspritzer ersetzt in Deutschland den 1,6-Liter-Benziner. Auch der Zweiliter-Turbodiesel wurde eingestellt und durch ein Aggregat mit 1,6 Litern Hubraum ersetzt. Der kleinere Diesel (1.4D-4D) wurde laut Toyota umfassend überarbeitet und ist mit einem CO2-Ausstoß von 105 Gramm pro Kilometer der sparsamste Selbstzünder in der Klasse bis 90 PS. Für den zweiten Auris standen zum Marktstart im Januar 2013 fünf verschiedene Motoren zur Auswahl, die allesamt vom Vorgänger übernommen und nur leicht überarbeitet worden sind: zwei Ottomotoren, ein Hybridmotor sowie zwei Dieselmotoren. Alle Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnorm. Die Kraft wird stets über die Vorderräder übertragen. Serienmäßig ist in allen Modellen ein 6-Gang-Schaltgetriebe, beim Hybridmodell kommt jedoch ein stufenloses Automatikgetriebe zum Einsatz. Optional ist für den stärkeren Ottomotor mit 1,6 l Hubraum das stufenlose Schaltgetriebe Multidrive S erhältlich. Ein stufenloses Getriebe mit variabler Übersetzung (Continuously Variable Transmission (CVT)). Anhand des Lastzustands, der Fahrgeschwindigkeit und des Bremspedaldrucks wird automatisch die optimale Übersetzung gewählt.

Neben der vollautomatischen Betriebsart verfügt das Getriebe über einen 7-stufigen sequenziellen Schaltmodus. In Deutschland wurde mit einer bis dahin einmaligen Werbeaktion für den Toyota Auris geworben: 27 verschiedene Motive wurden ab dem 23. Februar 2007 in 82 Städten mit über 100.000 Einwohnern auf zahlreiche Plakatwände geklebt und deckten auch mehrteilige Plakatflächen ab. Die größte Plakatkampagne Deutschlands wurde von den Düsseldorfer Agenturen BMZ+more und Zenithmedia entwickelt. Dabei wurden sehr viele unterschiedliche Motive dargestellt und Randgruppen berücksichtigt. Das Magazin Stern enthielt in der Ausgabe vom 8. September 2010 ausschließlich Werbung für den Auris Hybrid von Toyota. Dies ist das erste Mal in der Geschichte deutscher Magazine, dass ein einziger Werbekunde eine komplette Ausgabe mit seiner Werbung belegt. Die ersten 100 Modelle wurden im ostfriesischen Landkreis Aurich (Autokennzeichen AUR + IS als Mittelbuchstaben) angemeldet. Diese Autos wurden für die Werbeaufnahmen, Präsentationen und als Testmodelle für die Medien benutzt.

Quelle: Wikipedia

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