Maserati Quattroporte

 

 

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Der Maserati Quattroporte ist eine viertürige Limousine des italienischen Kraftfahrzeugherstellers Maserati. Neben den Sportwagen und GTs kann Maserati auf eine jahrzehntelange Tradition der viertürigen Sportlimousinen zurückblicken. 1963 wurde der erste Quattroporte gebaut, seither lautet das Rezept: ein luxuriöser Sportwagen mit Platz für vier Personen. Der Maserati Quattroporte I stellte die besten Produkte anderer Hersteller, auch die Hochleistungslimousinen von Mercedes und Jaguar, in Sachen Motorleistung, Dynamik, Agilität und teils auch der (Fahrwerks-) Technik in den Schatten. Er hatte einen aus den Sportwagen der Marke übernommenen V8-Motor, der aus 4136 cm³ Hubraum 191 kW (260 PS) leistete. Später kam noch eine Variante mit 4700 cm³ und einer Leistung von 213 kW (290 PS) dazu. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h war der Quattroporte in den Sechziger Jahren eine der schnellsten Serienlimousinen der Welt.

Im Herbst 1974 wurde der Quattroporte II auf dem Pariser Autosalon vorgestellt, kurz bevor Citroën Maserati an De Tomaso verkaufte. Er ist technisch eng mit dem Citroën SM verwandt. Wie dieser hat er einen 2965 cm³ großen V6-Motor mit einer Leistung von 140 kW (190 PS), zudem hat der Wagen Frontantrieb, eine für Maserati ungewöhnliche Lösung. Das Design des Autos stammte von Bertone. Als Fahrleistungen wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10 s angegeben. Nach dem Misserfolg des Quattroporte II sorgte der neue Eigentümer De Tomaso rasch für ein Modell, das die Nachfolge des Quattroporte I antreten konnte. De Tomaso wollte einerseits das Citroën-Erbe so schnell wie möglich ablegen; andererseits sah er das Potential für eine schnelle, stilvolle italienische Limousine. Wie schon bei dem Modell Maserati Kyalami griff er daher bei der Entwicklung eines Nachfolgers auf vorhandene Substanzen seines eigenen Konzerns zurück: Als technische Basis wurde das Fahrwerk der De Tomaso Deauville-Limousine zugrunde gelegt, das nur geringfügig verändert wurde. Motorenseitig war bis 1981 ein 4,2 Liter großer Achtzylinder im Angebot, der 255 PS abgab und für eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h gut war. Alternativ dazu gab es den 4,9 Liter großen Achtzylinder mit 280 PS und später 300 PS, der für 230 km/h reichte. Als Getriebe stand ein manuelles Fünfganggetriebe von ZF Friedrichshafen oder eine Torque-Flite Dreigangautomatik von Chrysler zur Verfügung; letztere wurde von nahezu 85 % aller Kunden bestellt.

Das Design der Karosserie hatte nichts mit dem Deauville zu tun; es war eigenständig und kam von Giorgio Giugiaro. Der Prototyp des Quattroporte III wurde auf dem Turiner Autosalon im November 1976 vorgestellt. Es brauchte nahezu drei weitere Jahre, bis die Serienproduktion begann. Zwischen 1979 und 1986 entstanden etwa 2100 Exemplare. Ab 1986 gab es eine Neuauflage, die „Royale“ genannt wurde. Abgesehen von einem modifizierten Interieur und einer auf 300 PS erhöhten Leistung unterschied sich der Wagen nicht von seinem Vorgänger. Zwischen 1986 und 1990 wurden noch einmal 53 Exemplare des Royale hergestellt. Der Quattroporte III bzw. Royale war eines der erfolgreichsten Automobile von Maserati. Mit der Biturbo-Serie kamen im Laufe der 1980er-Jahre auch kleinere viertürige Maserati-Modelle auf den Markt, wobei der 425 und der 430 die wohl bekanntesten sind. Wenn auch nicht als echte Nachfolger für den Quattroporte gedacht, waren sie von 1990 bis 1993 die einzigen viertürigen Modelle des Unternehmens.

Erst der im März 1994 vorgestellte Quattroporte IV trug wieder den traditionsreichen Namen, wobei er sich technisch und optisch stark an den Ghibli und den 430 4v anlehnte. Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung im September 2003 wurde ein neuer, nun von Pininfarina gestalteter Quattroporte (Typ M139) vorgestellt. Mit seinem vorgezogenen Kühlergrill zitiert er ein Stilelement der ersten Generation; das Profil allerdings und die Gestaltung der C-Säule war als Reminiszenz an Giugiaros Iso Fidia gedacht, einen Konkurrenten des Quattroporte I. Der Quattroporte V besitzt den gleichen Motor wie das Maserati Coupé, hier allerdings mit 294 kW (400 PS). Zunächst wurde ausschließlich ein automatisches (sequentielles) Schaltgetriebe namens „DuoSelect“ verwendet, das an der Hinterachse angeordnet (transaxle Bauweise) und sehr sportlich ausgelegt war, bei der großen Limousine jedoch von vielen Kunden als zu unkomfortabel empfunden wurde.

Seit Januar 2007 ist der Wagen als Maserati Quattroporte Automatica auch mit einer 6-Gang-Wandlerautomatik von ZF lieferbar, die direkt am Motor angeflanscht war. Auf der IAA im September 2005 wurden zwei weitere Quattroporte vorgestellt, der Executive GT und der Sport GT. Diese Versionen sind Ausstattungspakete, die den Charakter des Autos einerseits in Richtung Luxus (Executive GT), andererseits in Richtung Sportlichkeit (Sport GT) verstärken sollen. Der Maserati Quattroporte wird auch von der italienischen Regierung als Dienstwagen eingesetzt. So fahren der Präsident und der Regierungschef eine durch die Carrozzeria Pavesi gepanzerte Version dieses Modells. Im Herbst 2012 präsentierte Maserati die vollständig neue Generation des Quattroporte (Typenbezeichnung M156), die im Frühjahr 2013 eingeführt wurde. Im Jahr 2013 wurden weltweit 7800 Einheiten des Quattroporte verkauft. Mit 5,26 m ist das Fahrzeug deutlich länger als die vorherige Generation. Die Karosserie wird überwiegend aus Aluminium gefertigt. Der Quattroporte ist zunächst mit einem 3,8 Liter V8 mit Biturbo und 390 kW (530 PS) ausgestattet. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtstufenautomatikgetriebe von ZF, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 307 km/h. Neben dem 3,8-Liter-V8 (Quattroporte GTS) wird noch ein 3,0-V6-Biturbo (Quattroporte S) mit 301 kW (409 PS) angeboten. Das V6-Modell ist optional mit Allradantrieb (Quattroporte S Q4) erhältlich. Seit 2014 ist auch ein V6-Diesel mit 202 kW (275 PS) erhältlich.

Quelle: Wikipedia

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