Lexus GS

 

 

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Lexus GS bezeichnet eine Pkw-Baureihe der oberen Mittelklasse des japanischen Herstellers Lexus. Eingeführt wurde sie im Herbst 1991 zunächst in Japan, im Frühjahr 1993 dann auch in den USA und Europa. Der GS ist zwischen den Lexus-Baureihen IS und LS positioniert. Von 1991 bis 2005 wurde der Wagen in Japan als Toyota Aristo verkauft. Die Karosserie der ersten Generation war von Italdesign Giugiaro designt und wurde als Toyota Aristo im Oktober 1991 in den japanischen Markt eingeführt. Es wurden zwei unterschiedliche 3,0-Liter-Reihen-6-Zylinder-Motoren, eine mit einem Twin Turbo, angeboten.

Ab 1992 gab es auch einen V8-Motor mit Luftfederung und Allradantrieb. Es gab auch einen Allradantrieb als Option. Für die Export-Märkte war nur der normale 3,0-Liter-Motor verfügbar. Der GS sollte die Lücke füllen, die der LS hinterlassen hatte, nachdem dieser für die Oberklasse konzipiert war. Die zweite Generation des GS erschien im Sommer 1997 wieder als Toyota Aristo in Japan. Die internen Codes für diese Modelle sind JZS160 und JZS161. Als Motoren wurden wieder zwei 3,0-Liter-Reihen-6-Zylinder angeboten. Für die Twin-Turbo-Version wurde eine elektronische Vierradlenkung und ein Automatikgetriebe mit manueller Eingriffsmöglichkeit angeboten. Allradantrieb wurde nicht angeboten. Das Design wurde von Toyota selbst entwickelt. Für den US-Markt wurde die leistungsstärkere Variante GS 400 mit einem V8-Motor und 224 kW (305 PS) Leistung angeboten. Ende 2000 wurde der GS einem Facelift unterzogen. Dabei bekam er neue Rückleuchten, einen neuen Kühlergrill und neue Scheinwerfer. Ebenso wurden Scheinwerfer mit Xenonlicht eingeführt. Der Innenraum wurde überarbeitet und erhielt ein Navigationsgerät mit Touchscreen. Das Automatikgetriebe mit der manuellen Eingriffsmöglichkeit war nun auch im GS 300 erhältlich.

Der GS 430, ein überarbeiteter 400er, wurde seitdem auch in Deutschland angeboten. Der GS wurde in den USA mit den Preisen Motor Trends: Import Car of the Year for 1998 und Car and Driver Magazine’s Car and Driver Ten Best von 1998 bis 2000 ausgezeichnet. Die dritte Generation des GS wurde Anfang 2005 auf der North American International Auto Show vorgestellt. Eingeführt wurde sie im April 2005 mit den Modellen GS 300, (Code: GRS190) mit einem 3,0-Liter-Motor und Benzin-Direkteinspritzung, und GS 430, (Code: UZS190) mit dem bekannten 4,3-Liter-V8. Diese Generation wurde in Japan nicht als Toyota Aristo eingeführt, sondern ebenfalls als Lexus GS. Toyota wollte das Modell weltweit unter dem gleichen Namen anbieten. Das Auto verfügt über ein Integriertes Fahrdynamik-Management (Vehicle Dynamics Integrated Management VDIM) und semi-aktive Federung Adaptive Variable Suspension. Auf der New York International Auto Show 2005 wurde die Variante GS 450h (Code: GWS191) mit Hybridantrieb vorgestellt. Dieses Modell wurde 2006 auf den Markt gebracht. Der Antrieb setzt sich zusammen aus einem 3,5-Liter-V6-Ottomotor (218 kW/296 PS) mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung und einem Elektromotor (147 kW/200 PS) mit einer Systemleistung von 254 kW/345 PS. Verbunden werden beide über ein stufenloses Getriebe. Es wird Toyotas Hybrid-Synergy-Drive-Technik verwendet.

Durch die größeren Batterien geht ein Teil des Kofferraums verloren. Der GS 450h wiegt 1940 kg. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und beschleunigt in 5,9 s von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wurde im Zuge des Facelifts im Jahr 2010 auf 240 km/h gesenkt. Das Kofferraumvolumen erhöhte sich dagegen von 280 Liter auf 320 Liter. Der Verbrauch wird von Lexus aktuell mit 7,7 Litern angegeben. Anders als andere Hybridfahrzeuge wie der Toyota Prius hat der GS keinen geringeren Verbrauch in der Stadt (9,3 l/100 km) als auf der Langstrecke (7,1 l/100 km). Seit Mai 2008 ist der neue 4,6 l-V8-DualVVT-ie mit 255 kW (347 PS), 460 Nm Drehmoment und 8-Stufen-Automatik im neuen GS 460 verfügbar. Der GS 460 erhielt Anfang 2009 außerdem ein dezentes Facelift (vergrößerte Ausschnitte an den Fernlichtscheinwerfern sowie veränderte Stege an den unteren Lufteinlässen) und ersetzte den GS 430. Das Kofferraumvolumen des GS 460 beträgt 430 Liter. Im August 2011 wurde in Kalifornien die vierte Generation des GS in der Version 350 mit Allradantrieb vorgestellt.

Auf der IAA 2011 folgte dann die Vorstellung der Hybrid-Motorvariante 450h. Die Markteinführung des vierten GS erfolgte in Europa am 16. Juni 2012. Als weitere Motorvariante kam Anfang 2012 der GS 250 mit einem 2,5-Liter-V6-Motor in die Palette, die im Herbst 2013 jedoch wieder eingestellt wurde. Mit dem GS 300h ist seit dem 11. Januar 2014 eine weitere Hybrid-Variante erhältlich, die über den Antriebsstrang des IS 300h verfügt. Das Auto verfügt über Aktivlenkung (Dynamic Handling System), ein Integriertes Fahrdynamik-Management (Vehicle Dynamics Integrated Management VDIM) und semi-aktive Federung Adaptive Variable Suspension. Im August 2015 wurde der überarbeitete Lexus GS erstmals vorgestellt. Am 23. Januar 2016 wurde in Deutschland mit dem GS F das Topmodell der Baureihe eingeführt. Lexus hatte laut einer Umfrage des ADAC im Jahr 2011 die zufriedensten Kunden in Deutschland. Diese Zufriedenheit wird auch durch einen umfassenden Aftermarket-Service erreicht.

Quelle: Wikipedia

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