Leihwagen - Mietwagen

 

 

Ein Leihwagen (amtlich korrekt: Mietwagen für Selbstfahrer) ist ein Fahrzeug, zumeist ein Personenkraftwagen, seltener ein Lieferwagen, LKW oder auch ein Anhänger, der zum Zweck der Vermietung im Eigentum einer Gesellschaft, der Autovermietung, ist. Es wird gegen ein Entgelt auf bestimmte Zeit an einen Mieter ausgeliehen. Der jeweilige Preis richtet sich nach der Mietwagenklassifizierung.

Leihwagen unterliegen besonderen Bestimmungen. Zum Beispiel müssen sie ihrem Einsatzzweck entsprechend versichert werden, zu Prämien, die höher liegen als in der Regel von Dauernutzern für eigene Fahrzeuge zu zahlen sind. Sie unterliegen einer stärkeren technischen Überwachung: die Frist zwischen zwei technischen Hauptuntersuchungen ist in aller Regel halbiert. Das heißt, dass ein Leihwagen in der Regel nach 12 Monaten anstatt erst nach 24 Monaten neu geprüft werden muss. Des Weiteren muss ein Leihwagen als „Selbstfahrervermietfahrzeug“ zugelassen werden.

Der Mietgeber ist verpflichtet, genaue Aufzeichnungen zu führen, die es erlauben, z. B. im Falle von Verkehrsverstößen den oder die Fahrer namhaft zu machen.

Von Versicherungen getragene Schäden an einem Fahrzeug sind auch oft die Auslöser für das Zurverfügungstellen oder Inanspruchnehmen von Leihwagen: der eigene Pkw ist zum Beispiel wegen eines Unfall nicht nutzbar und während der Reparaturdauer nutzt der Pkw-Fahrer einen Leihwagen. Dieser darf nach aller Regel die gleiche Fahrzeugklasse wie der eigene Wagen aufweisen. Da aber die Versicherungsgesellschaft des Unfallverursachers einwenden kann, der zwischenzeitlich nicht genutzte eigene PKW stelle einen gegenrechenbaren Vorteil dar (da er nicht verschleißt), so ist man als Unfallgeschädigter gut beraten, den eventuellen Leihwagen eine Klasse kleiner zu wählen, um nicht einen Anteil unerstatteter Kosten selbst bezahlen zu müssen. Zu beachten ist auch, dass jemand, der äußerst wenig fährt, unter Umständen sich in einem nicht selbstverschuldeten Schadensfall darauf hinweisen lassen muss, dass Taxifahren bei nur wenigen Fahrten günstiger sei, als ein Mietwagen über die komplette Reparaturzeit hinweg. Dieses ist immer häufiger ein Grund für die Verweigerung einer kompletten Mietwagen-Kostenübernahme seitens der Versicherungen.

Auch können Reparaturen des eigenen Autos auslösen, in dieser Zeit per Leihwagen mobil sein zu wollen, sei es allein der eigene Wunsch, oder sei es im Rechtsanspruch aus einer der immer geläufigeren „Mobilitätsgarantien“ der Fahrzeughersteller. Je nach Nutzungsverhalten können Leihwagen günstiger sein als Taxifahrten.

Leihwagen müssen von Leasingfahrzeugen abgegrenzt werden, obwohl zunächst das Prinzip ähnlich erscheint: auch eine Leasinggesellschaft erwirbt ein Fahrzeug, um es gegen Nutzungsentgelt auszuleihen. Bei Leasingfahrzeugen muss zusätzlich vertraglich genauestens abgegrenzt werden, welcher vertragsschließende Teil die Kosten und Aufwendungen für Versicherung, Wartung und Steuern übernimmt. Dieses ist bei Leihfahrzeugen weitaus einfacher: diese Kosten trägt immer die leihgebende Gesellschaft. Zahlen muss der Nutzer lediglich eine zeitbezogene Nutzungspauschale, in der Regel einen Tagessatz, an den jedoch Auflagen und Zusatzkosten geknüpft sein können wie das Nicht-Überschreiten bestimmter Entfernungen.

Es ist in Europa üblich, dass Leihwagen vollgetankt übernommen und zum Ablauf der Entleihfrist ebenso vollgetankt zurückgegeben werden (Full/Full). Tut dies der Mieter nicht, stellt der Vermieter meist neben den eigentlichen Tankkosten eine weitere Aufwandsentschädigung in Rechnung, die in der Regel im Vertrag genannt wird.

In manchen Urlaubsländern ist es üblich, die Fahrzeuge jeweils mit leerem Tank zu übergeben. Pumpt der Vermieter den Tank bei Rückgabe nahezu leer, verdient er damit zusätzlich, da der Mieter meist eine gewisse Sicherheitsreserve im Tank belässt. Die FF (Full/Full)-Option ist daher für den Mieter die beste, wenn man einen Leihwagen mietet.

  • FF (Full/Full) = Das Fahrzeug wird mit vollem Tank übergeben. Die Rückgabe erfolgt ebenfalls mit vollem Tank.
  • FE (Full/Empty) = Die erste Tankfüllung ist nicht enthalten und muss vor Ort bei Fahrzeugübergabe bezahlt werden. Restbenzin wird nicht erstattet.
  • FP (Full Paid) = Die erste Tankfüllung ist im Mietpreis inklusive. Die Rückgabe erfolgt mit leerem Tank.

Das Mindestalter für die Anmietung eines Leihwagens hängt von der Mietwagenkategorie, der Autovermietung und dem Anmietland ab und liegt oft zwischen 21 und 25 Jahren. Für luxuriöse Autos kann das Mindestalter noch höher liegen. Oftmals ist gegen Zahlung einer Jungfahrergebühr (pro Tag) eine Anmietung von Klein- und Kompaktfahrzeugen bereits ab 18 Jahren möglich. Auch ein Höchstalter ist bei manchen Autovermietungen üblich.

Darüber hinaus ist in den Mietbedingungen vieler Vermieter eine Mindestdauer für den Führerscheinbesitz des Mieters angegeben. Diese wird oft bei ein oder zwei Jahren angesetzt.

Diese Regelungen gelten nicht nur für den Hauptfahrer, sondern auch für alle vor Ort angemeldeten Zusatzfahrer.

Bei der Abholung des Leihwagens müssen dem Vermieter in der Regel folgende Dokumente vorgelegt werden:

  • eine (bzw. je nach Angebot zwei) auf den Hauptfahrer ausgestellte Kreditkarte
  • gültige Fahrerlaubnis, ggf. in Kombination mit einem internationalen Führerschein
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Mietwagen-Voucher in ausgedruckter Form, falls nicht direkt bei dem Vermieter gebucht wurde

Bei seriösen Anbietern wird sowohl bei der Abholung als auch bei der Rückgabe ein Protokoll erstellt, in dem der Zustand des Leihwagens festgehalten wird. Mietern wird zudem empfohlen, zur eigenen Absicherung gut erkennbare Fotos von dem Fahrzeug anzufertigen.

Je nach Standort und Anbieter ist die Abholung und Rückgabe des Leihwagens auch außerhalb der Öffnungszeiten einer Mietstation möglich. Dafür berechnet der Vermieter in der Regel eine zusätzliche Gebühr.

Für die Rückgabe befindet sich an manchen Stationen eine Dropbox, in die der Mieter den Fahrzeugschlüssel werfen kann, nachdem er das Fahrzeug abgestellt hat. Dies ist für den Mieter jedoch mit einem höheren Risiko verbunden, da er für Schäden belangt werden kann, die zwischen der Rückgabe und der Kontrolle durch einen Mitarbeiter der Autovermietung entstehen.

(Quelle: Wikipedia)

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