Mietwagen FAQ

Hier möchten wir wichtige Begriffe aus diesem Bereich erklären

Erklärungen zu Mietwagen Kosten

Reservierung

Die einfachste Art heutzutage einen Mietwagen zu buchen ist über das Internet. Die Autovermieter oder auch einige Reiseveranstalter bieten Ihnen zumeist übersichtliche Reservierungsmasken an. Sie können hierüber die Fahrzeuggröße und bestimmte Ausstattungsmerkmale, wie z.B. Kombi, Automatik oder auch Navigationsgeräte buchen. Die Garantie für ein bestimmtes Modell ist in den allermeisten Fällen nicht vorgesehen. Sofern zusätzliche Details, wie z.B. Fahrzeuganlieferung oder bestimmte Ausstattungsdetails etc. geklärt werden müssen, empfiehlt es sich die Vermietstation oder die Reservierungszentrale des Vermieters direkt zu kontaktieren. Sofern Sie auf bestimmte Angebote wie beispielsweise Frühbuchertarife zurückgreifen, werden bereits bei der Reservierung Ihre Kreditkartendaten abgefragt. Ohne Angabe der Kreditkartendaten kommt hierfür keine Buchung zu Stande. Bereits mit der Reservierungsbestätigung wird ein rechtsgültiger Mietvertrag abgeschlossen und der Mietpreis wird Ihrem Konto belastet. Sollten Sie von dem Vertrag zurücktreten wollen, kann es je nach Anbieter und Vorlaufzeit sein, dass eine Stornogebühr erhoben wird.

Auslandsreservierung

Es empfiehlt sich, Reservierungen für Anmietungen im Ausland, direkt über einen Autovermieter / Veranstalter in Deutschland vorzunehmen. Auch hier haben Sie die Möglichkeit, die wichtigsten Ausstattungsmerkmale wie Fahrzeuggröße, Automatikgetriebe, Kombi für viel Gepäck etc. vorzugeben. Die entscheidenden Vorteile bestehen darin, dass im Streitfall nach deutschem Recht entschieden wird. Der zweite wichtige Punkt ist, dass der Versicherungsschutz bei Reservierungen über einen in Deutschland ansässigen Anbieter oft deutlich besser ausfällt. Das betrifft beispielsweise die Deckungssummen bei der Haftpflichtversicherung. Die entsprechen in einigen (auch europäischen Ländern) nicht den tatsächlichen Bedürfnissen.

Kaution

Die Zahlung einer Mietkaution wird im Normalfall erst bei der Anmietung des Fahrzeugs fällig und wird fast immer über eine Kreditkarte belastet bzw. geblockt. Die Höhe der Kaution ist je nach Vermieter recht unterschiedlich. Je höherwertiger das Mietfahrzeug ist, je höher ist im Regelfall auch die Kaution. Die Autovermieter benötigen die Kaution für die Fälle, in denen z.B. die Fahrzeugrückgabe später als vereinbart erfolgt, der Tank nicht voll ist, mehr als die im Preis enthaltenen Kilometer gefahren wurden oder auch zur Abdeckung kleinerer Schäden. Im Ausland ist es zu empfehlen, die Kaution nicht in Bargeld zu hinterlegen. Im Streitfall bleibt hier nur der Weg über eine Klage.

Bezahlung

Generell gilt, dass für die Anmietung eine Kreditkarte erforderlich ist. Einige Autovermieter akzeptieren für die Vermietung von kleineren Fahrzeuggruppen auch die EC-Karte als Zahlungsmittel. In fast allen Fällen wird die Kreditkarte/EC-Karte bei Mietbeginn mit dem Mietpreis und einer Kaution (je nach Fahrzeuggröße ca. 300,-EUR) belastet. Die Kaution wird nach Beendigung der Miete ausgezahlt bzw. gutgeschrieben, sofern das Fahrzeug mit einem vollen Tank und unbeschädigt abgegeben wird. Bei Internet- Online-Reservierungen wird für den Bezahlvorgang zwingend eine Kreditkarte vorausgesetzt. Bei dieser Reservierungsform kommt bereits bei der Buchung ein rechtskräftiger Vertrag zu Stande. Der Kunde erhält vom Vermieter eine Reservierungsbestätigung aus der alle relevanten Daten wie gebuchte Fahrzeuggruppe, Datum, Uhrzeit, Anmietstation und der Mietpreis hervorgeht. Zu Beginn der Miete wird die Kreditkarte nochmals benötigt, um die Kaution zu entrichten.

Einwegmiete

Generell muss ein Mietfahrzeug dort zurückgegeben werden, wo es abgeholt wurde. Die Autovermieter mit einem großen Stationsnetz bieten jedoch auch die Möglichkeit der Einwegmiete innerhalb eines Landes an. Das kann für den Mieter ausgesprochen nützlich sein. Bei einer Pkw-Miete besteht die Möglichkeit mit dem Vermieter einen anderen Rückgabeort zu vereinbaren, vorausgesetzt, der Vermieter hat dort eine Filiale. Diese Einwegmiete wird zumeist gegen einen geringen Aufpreis angeboten und beinhaltet oft auch alle gefahrenen Kilometer, sofern es sich nicht um eine Langzeitmiete handelt. Das funktioniert auch mit Transportern und mit Lkw. Hier ist es so, dass es für die Einwegmiete spezielle Tarife gibt, die z.T. deutlich vom Grundpreis abweichen. Für Pkw kann eine Einwegmiete auch länderübergreifend vereinbart werden. Hier ist es jedoch so, dass die Vermieter eine Rückführungspauschale vom Kunden verlangen. Je nach Entfernung und Aufwand (Fähren, Maut etc.) können das mehrere Hundert Euro sein.

Rückführungs-Einweggebühren

Eine zusätzliche Gebühr wird häufig dann fällig, wenn der Mietwagen nicht an dem Ort zurückgegeben wird, an dem er auch abgeholt wird. Voraussetzung ist immer, dass der Vermieter im Zielort auch eine eigene Station unterhält. Achten Sie bei der Reservierung darauf, dass Sie möglichst gleich die geplante Rückgabestation angeben. Selbstverständlich können sich Ihre Pläne im Verlauf der Miete ändern. Es ist aber zu empfehlen, dass dem Vermieter mitzuteilen. Hierbei sollten Sie sich auch erkundigen, in wie weit sich hierdurch der Mietpreis ändert. Innerhalb eines Landes sind die Aufschläge meist sehr gering oder entfallen ganz, sofern der Autovermieter darüber informiert wurde. Planen Sie die Rückgabe in einem anderen Land, fallen hierfür Gebühren für die Rückführung an. Je nach Entfernung und Aufwand (z.B. Fähren, Maut, Vignette etc.), können diese Zusatzkosten bei mehreren Hundert Euro liegen. Über diese Zuschläge informiert Sie der Vermieter bereits bei der Reservierung. Bei einer Transporter- oder Lkw-Miete werden seitens der Autovermieter spezielle Einwegtarife angeboten. Diese Tarife lohnen dann, wenn der Zielort weiter entfernt liegt oder Sie keine andere Möglichkeit haben, dass Fahrzeug wieder an den Ausgangspunkt zurück zu bringen.

Bahnhofsgebühren

Bei Fahrzeuganmietungen in den Bahnhofstationen verlangen die Autovermieter einen zusätzlichen Aufschlag in Höhe von bis zu 22% des Mietpreises (Stand Sommer 2016). Sofern Sie über die Homepage der verschiedenen Autovermieter reservieren und eine Bahnhofstation ausgewählt haben, erscheint bereits der Gesamtpreis inkl. der Zusatzkosten. Die Autovermieter rechtfertigen diesen Aufschlag mit deutlich höheren Kosten z.B. für die Raummiete, die Kfz.-Stellplätze etc.

Flughafengebühren

Bei Fahrzeuganmietungen an den großen Verkehrsflughäfen verlangen die Autovermieter einen zusätzlichen Aufschlag in Höhe von bis zu 22% des Mietpreises (Stand Sommer 2016). Sofern Sie über die Homepage der verschiedenen Autovermieter reservieren und eine Flughafenstation ausgewählt haben, erscheint bereits der Gesamtpreis inkl. der Zusatzkosten. Die Autovermieter rechtfertigen diese kosten mit deutlich höheren Kosten z.B. für die Raummiete, die Kfz.-Stellplätze etc.

verspätete Fahrzeugrückgabe

Selbstverständlich kann es vorkommen, dass Sie einen vereinbarten Rückgabetermin nicht einhalten können. Nehmen Sie in so einem Fall bitte Kontakt mit der Vermiet-/Rückgabestation auf und teilen Sie den voraussichtlichen Ankunftstermin mit. Der Vermieter hat „Ihr Fahrzeug“ vielleicht schon anderweitig verplant und kann sich somit um Ersatz bemühen. Bei einer Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten haben Sie bei den meisten Vermietstationen die Möglichkeit, den Fahrzeugschlüssel in einem Nachttresor zu deponieren. Das Fahrzeug sollten Sie so abstellen, dass es nicht verkehrswidrig parkt und der Vermieter es auch gleich findet. Sollte das nicht möglich sein, hinterlassen Sie einen entsprechenden Hinweis. Sofern Sie beispielsweise einen Wochenendtarif gebucht haben, ist dieser zeitlich begrenzt und kommt nur zur Anwendung, wenn Sie innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne bleiben. Fragen Sie bei Zeitüberschreitungen nach etwaigen Mehrkosten. Im Zweifelsfall rufen Sie in der Rückgabestation an und holen sich die entsprechenden Tipps.

Versicherungen

Versicherungen

Eine Haftpflichtversicherung ist bei europäischen Mietfahrzeugen generell im Preis enthalten. Sie deckt Schäden ab, die Dritten zugefügt werden. Sollten Sie selbst im Ausland am Urlaubsort spontan einen Mietwagen buchen, fragen Sie nach den Deckungssummen der Haftpflichtversicherung. Es gibt einige Länder, in denen diese Summen sehr niedrig angesetzt sind und die Gefahr besteht, dass Sie im Falle eines Schadens (z.B. bei Personenschäden) für Kosten aufkommen, die die Haftpflichtversicherung nicht mehr abdeckt weil die Summen zu niedrig sind. Umgehen Sie dieses Risiko, in dem Sie die Reservierung über eine deutsche Website vornehmen oder direkt eine sogenannte Mallorca-Police abschließen. Zusätzlich bieten die Autovermieter einen Vollkaskoschutz an. Dieser ist häufig verbunden mit einer Selbstbeteiligung und gilt ausschließlich für Schäden am Mietfahrzeug. Je nach Land, können diese Eigenbeteiligungen sehr hoch sein. In einigen Fällen kann die Selbstbeteiligung reduziert oder sogar ganz ausgeschlossen werden. Ein Vollkaskoschutz ist in jedem Fall zu empfehlen.

Haftung des Mieters

Bei Abschluss eines Mietvertrages verpflichtet sich der Mieter gegenüber der Autovermietung, dass er für etwaige Schäden vollständig haftet. Ausgenommen hiervon sind Schäden an Dritten, die durch die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abgedeckt sind. Die Regelungen beim Mietfahrzeug entsprechen im Wesentlichen denen, die beim eigenen Kraftfahrzeug gelten. In den meisten Fällen bieten die Autovermieter Tarife an, in denen bereits ein Vollkaskoschutz mit einer Selbstbeteiligung enthalten ist. Somit haftet der Mieter lediglich bis zur Höhe dieser SB. Das gilt jedoch pro Schadenfall und in den allermeisten Fällen auch für Steinschläge z.B. an der Frontscheibe. Gegen einen Aufpreis ist die Reduzierung der SB in vielen Fällen möglich und kann je nach Anbieter auf null reduziert werden. Der Versicherungsschutz entfällt generell bei Vorsatz und Verkehrsverstößen.

Haftpflichtversicherung

Für alle Kraftfahrzeuge, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, ist eine Haftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben. Diese Versicherung ist generell in den Mietpreisen der Autovermieter enthalten. Sie dient ausschließlich dazu, dass Schäden, die Dritten durch das Kraftfahrzeug zugefügt werden, abgesichert sind. In den meisten Fällen bieten die Autovermieter bereits einen Preis an, der einen Vollkaskoschutz mit einer Selbstbeteiligung beinhaltet. Diese SB richtet sich nach der Größe des Fahrzeugs und kann in vielen Fällen auch gegen Aufpreis reduziert werden.

Vollkaskoschutz

Es empfiehlt sich generell, einen Mietwagen mit Vollkaskoschutz anzumieten, da der Mieter sonst für den vollständigen Wert des Fahrzeugs haftet. Wichtig hierbei ist die Höhe der verbleibenden Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens. Die Selbstbeteiligung liegt, je nach Fahrzeuggröße, bei durchschnittlich 500,- 1.200,- EUR und kann in den meisten Fällen gegen Aufpreis reduziert oder ganz ausgeschlossen werden. Sofern Sie einen Mietwagen mit einer Selbstbeteiligung anmieten, haften Sie bis zur vereinbarten Selbstbeteiligung pro Schadenfall. Ihre Haftung gilt ausschließlich für Schäden am Mietwagen. Das gilt auch für Schäden, für die Sie keinen Unfallgegner beibringen können (z.B. Unfallflucht, Vandalismus, Steinschlag etc.). Der Versicherungsschutz entfällt generell bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (Missachtung der Durchfahrtshöhe, Fahren unter Alkoholeinfluss etc.).

Insassenunfallschutz

Die Autovermieter bieten in vielen Fällen einen Insassenunfallschutz an. Dieser zusätzliche Versicherungsschutz ist dann sinnvoll, wenn der Mieter einen Unfall selbst verschuldet und hierbei ein Insasse im Mietwagen zu Schaden kommt. In diesen Fällen wird die Krankenversicherung des Geschädigten die Behandlungskosten oder gar Invaliditätskosten etc. auf den Unfallverursacher abwälzen. Diese Risiken können Sie mit einem Insassenunfallschutz deutlich reduzieren.

Selbstbeteiligung

Die meisten Tarife der Autovermieter enthalten einen Vollkaskoschutz mit einer Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens am Mietfahrzeug. Diese Selbstbeteiligung muss der Mieter aufbringen, sofern er keinen Verursacher beibringen kann (z.B. bei Vandalismus oder Unfallflucht). Die Selbstbeteiligung wird pro Schadenfall fällig. Bei kleineren Schäden (z.B. Radkappe fehlt) haftet der Mieter auch nur bis zur Höhe der Instandsetzungskosten. Steinschläge an der Windschutzscheibe lassen sich häufig reparieren, sofern sich der Steinschlag nicht im Sichtbereich des Fahrers befindet. Hier wird dann eine neue Frontscheibe fällig. Sämtliche Versicherungsleistungen entfallen bei Vorsatz, bei verkehrswidrigem Verhalten oder grober Fahrlässigkeit.

Gepäckversicherung

Bei der Fahrzeuganmietung haben Sie zwar die Möglichkeit, Schäden am Fahrzeug zu versichern (zumeist mit einer entsprechenden Selbstbeteiligung). Nicht versichert sind in den meisten Fällen die Schäden, die durch Einbruch in dem Mietwagen oder Diebstahl des Fahrzeugs an Ihrem Gepäck entstehen. Eine Gepäckversicherung wird von den Vermietern nicht angeboten. Sollten Sie also eine zusätzliche Versicherung benötigen, wenden Sie sich an eine Ihnen bekannte Versicherungsgesellschaft.

Kreditkarten / Kreditkartenversicherung

Da die Mietwagenbestellungen zunehmend über Online-Portale laufen, kommt man an dem Thema Kreditkarte nicht mehr vorbei. Bei der Buchung über das Internet erfolgt die Bezahlung über die Kreditkarte. Akzeptiert werden seitens der Autovermieter ausschließlich „wirkliche“ Kreditkarten; Prepaid-Kreditkarten, Debit-Karten oder die VISA-Electron-Karten werden nicht akzeptiert. Bei einigen Kreditkartenunternehmen hat der Karteninhaber auch die Möglichkeit, Zusatzleistungen bei Vertragsabschluss mit der Kreditkartengesellschaft zu vereinbaren. Hierzu können gehören: Reisegepäckversicherung und Erstattung von Schäden am Mietfahrzeug (zumeist nur bei PKWs). Achten Sie also darauf, ob diese Leistungen bereits in Ihrem Kreditkartenvertrag enthalten sind. Sie sparen sich Kosten für Zusatzversicherungen die bei den Autovermietern fällig werden.

Unfall / Diebstahl

Sollten Sie mit Ihrem Mietwagen in einen Unfall verwickelt werden, rufen Sie in jedem Fall die Polizei. Für den Fall, dass diese nicht zum Unfallort kommen (z.B. Bagatellschaden), notieren Sie sich wann und mit wem Sie gesprochen haben. Diese Angaben genügen im Normalfall, wenn der Schaden beim Autovermieter aufgenommen wird. Notieren Sie sich alle relevanten Daten vom Unfallgegner, sowie das Kennzeichen und das Fabrikat. Ebenso wichtig sind Angaben über den Schaden am gegnerischen Fahrzeug. Sollte Ihr Mietwagen gestohlen worden sein, durch Vandalismus, Unfallflucht oder von einem Dritten beschädigt worden sein, der dann nicht mehr auffindbar ist, erstatten Sie unverzüglich eine Anzeige bei der örtlichen Polizei. Bedenken Sie, dass die Gegenstände, die Sie im Fahrzeug deponiert haben (Handy, mobiles Navi, Gepäck etc.), nicht unter den Versicherungsschutz für das Fahrzeug fallen.

weitere Themen

Dokumente

Bei der Anmietung eines Fahrzeugs benötigt der Mieter grundsätzlich den Führerschein (im Original) und den Personalausweis, bzw. den Reisepass mit einer aktuellen Meldebescheinigung.  Ohne Führerschein darf der Mitarbeiter der Autovermietung kein Fahrzeug herausgeben. So schreibt es der Gesetzgeber vor. Der Mitarbeiter haftet persönlich für  Verstöße. Zur Begleichung der Miete ist eine Kreditkarte, in Ausnahmefällen (bei kleineren Fahrzeuggruppen) eine EC-Karte erforderlich. Sollte die Reservierung über ein Reisebüro oder über ein Online-Portal vorgenommen worden sein, erhält der Kunde entweder einen Voucher/Reservierungsbestätigung vom Reisebüro oder über das Internet. Sofern Sie bei der Reservierung bereits Vorkasse geleistet haben, erscheint der bereits gebuchte Betrag in diesen Unterlagen. Das entspricht einem „Gutschein“, den Sie bei der Anmietung unbedingt vorlegen sollten. Im Ausland kann es vorkommen, dass Sie zusätzlich noch einen Internationalen Führerschein (gilt nur in Verbindung mit dem Originaldokument) benötigen. EU-Länder sind davon ausgenommen. Für die Kanaren empfiehlt sich der neue Führerschein.

Auslandsfahrten

Die Einreise in westeuropäische Länder wird generell von den Autovermietern erlaubt. Dennoch empfiehlt es sich, den Autovermieter zuvor darüber zu informieren. Anders verhält es sich bei Fahrten nach Italien oder in die ehemaligen Ostblockstaaten. Für viele dieser Länder gelten erhebliche Einschränkungen. In den meisten Fällen ist die Einreise mit bestimmten Fahrzeugmarken wie z.B. Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen ausdrücklich untersagt. Mit vielen anderen Fahrzeugmarken erhält der Mieter jedoch eine Freigabe seitens der Autovermieter. In jedem Fall sollte die grüne Versicherungskarte mitgeführt werden. Einige Länder verlangen bei der Einreise eine ausdrückliche Erlaubnis dafür, dass der Mietwagen für die Einreise freigegeben wurde. Generell untersagt ist die Einreise nach z.B. Weißrussland, Ukraine, Griechenland, Albanien und die Türkei. Aber auch bei Reisen nach Finnland sollten Sie sich vorher beim Autovermieter erkundigen, ob die Einreise erlaubt ist.

Einreisebestimmungen

Siehe Auslandsfahrten

Führerschein / internationaler Führerschein

Die Vorlage eines gültigen Führerscheins ist grundsätzlich bei der Fahrzeuganmietung erforderlich.  Eine Kopie oder ähnliches werden nicht akzeptiert. Der Gesetzgeber verlangt diese Kontrolle insbesondere von den Personen, die zu gewerblichen Zwecken einen Fahrzeugschlüssel aushändigen. Verstöße werden mit relativ hohen Geldstrafen gegenüber dem einzelnen Mitarbeiters der Autovermieter geahndet. Zu beachten ist ebenfalls, dass der Führerschein mindestens seit einem Jahr gültig ist und in dem Land ausgestellt wurde, in dem der Mieter wohnhaft ist. Bei den gehobenen Fahrzeugkategorien werden z.T. auch längere Fristen als ein Jahr gefordert. Im EU-Ausland gelten zwar auch noch die älteren grauen und rosafarbenen deutschen Führerscheine. In einigen Ländern können diese aber beanstandet werden. Der deutsche Führerschein enthält weder einen englischen noch einen romanischen Text. Ist demnach für viele nicht zu identifizieren. So benötigt man auf den Kanarischen Inseln zumeist den neuen Führerschein. Außerhalb der EU ist der Internationale Führerschein unbedingt mitzuführen. In einer Vielzahl dieser Länder ist er unabdingbar.  Er ist nur zusammen mit dem Originalführerschein gültig. Hier finden Sie einen Link, der in verschiedenen Sprachen erläutert, dass der alte deutsche Führerschein auch weiterhin seine Gültigkeit innerhalb der EU behält. „https://www.verbraucherzentrale.de/alter-fuehrerschein“ Mit dem Internationalen Führerschein umgehen Sie diese Diskussionen, auch in Europa.

Ferienauto

Viele große Autovermieter sind mit ihren Filialen auch in den klassischen Urlaubsregionen vertreten. Der Mietwagen kann zumeist direkt am Zielflughafen übernommen werden. In einigen Regionen (z.B. in den USA) ist es üblich, den Mietkunden mit dem Shuttlebus zur Vermietstation zu bringen. Zumeist haben Sie bereits bei der Reservierung eine Bestätigung oder einen Voucher erhalten. Achten Sie darauf welche Leistungen bereits in der von Ihnen gebuchten Rate enthalten sind. Die Mitarbeiter sind darauf geschult, Ihnen weitere Leistungen zu verkaufen. Vergewissern Sie sich, dass nur die Leistungen im Vertrag festgelegt werden, die Sie auch wirklich haben möchten. Ein Vollkaskoschutz im Ausland empfiehlt sich allerdings immer. Achten Sie bei der Fahrzeugübernahme auf bereits vorhandene Beschädigungen und lassen Sie sich diese auf einem Übernahmeprotokoll bestätigen. Die Regelungen bezüglich der Tankfüllungen sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Erhalten Sie das Fahrzeug mit einem vollen Tank, dann sollte der Mietwagen auch mit vollem Tank abgegeben werden. Häufig werden sonst hohe Aufschläge seitens der Autovermieter verlangt. In allen anderen Fällen klären Sie dieses Thema bereits bei der Übergabe.

Mieter / Fahrer

Bei der Vermietung werden vom Mieter der Personalausweis (Reisepass und aktuelle Meldebestätigung) und der Führerschein verlangt. In den meisten Fällen sind Mieter und Fahrer identisch. Sofern es geplant ist, einen weiteren Fahrer einzubinden, sollte dieser unbedingt in den Mietvertrag aufgenommen werden. Hierfür wird häufig eine zusätzliche Gebühr fällig. Im Falle eines Schadens ist dann jedoch sicher gestellt, dass die eingeschlossenen Versicherungsleistungen auch in diesem Fall Bestand haben. Um die Zahlung der Miete zu regeln, wird vom Mieter eine Kreditkarte (in Ausnahmefällen eine EC-Karte) verlangt. Hierbei müssen Mieter und Karteninhaber identisch sein. Kreditkarten von Dritten werden nicht akzeptiert.

Zusatzfahrer

Als Mieter eines Fahrzeugs sind in den meisten Fällen nur Sie berechtigt, dieses Fahrzeug zu führen. Eine oder auch mehrere Fahrer können zusätzlich in den Mietvertrag aufgenommen werden. Häufig fallen für zusätzliche Fahrer geringe Mehrkosten an. Für den „zusätzlichen Fahrer“ gelten dieselben Bedingungen (Mindestalter, Besitz der Fahrerlaubnis etc.) wie für den Mieter. Achten Sie darauf, dass diese Regelung eingehalten wird. Im Falle eines Schadens, kann der Autovermieter sonst Schadenersatz in der vollen Höhe beanspruchen.  Nur in Notfällen (z.B. bei Krankheit) darf ein nicht eingetragener Fahrer den Mietwagen führen. Im Zweifelsfall nehmen Sie Kontakt mit der Servicenummer des Autovermieters auf und schildern Sie Ihr Anliegen.

Mietwagen

Mietwagen unterliegen in Deutschland besonderen gesetzlichen Bestimmungen. Ein Mietwagen muss beispielsweise  bereits nach dem 1. Jahr der Zulassung zur Hauptuntersuchung. Alle Fahrzeuge die zum Zwecke der Vermietung eingesetzt werden, müssen als „Selbstfahrer Vermietfahrzeug“ zugelassen werden. Bei den größeren deutschen Autovermietern laufen die zu vermietenden Pkw ca. 6-9 Monate und werden dann verkauft. Bei Transportern und Lkw liegt die Haltedauer bei bis zu 2 Jahren. Die regelmäßig durchgeführten Kontrollen seitens der Autovermieter tragen dazu bei, dass der Kunde durchweg ein einwandfreies Mietfahrzeug erhält.

Navigationssysteme

Navigationsgeräte können gerade auf ungewohntem Terrain eine große Hilfe sein. Sei es auch nur um einem Stau aus dem Wege zu gehen. Immer mehr Mietfahrzeuge sind mit diesem praktischen Hilfsmittel ausgestattet. Bei den Fahrzeugen der mittleren, spätestens aber der gehobenen Mittelklasse ist ein fest eingebautes NAVI fast schon Standard. Die Autovermieter verlangen hierfür, je nach Fahrzeugkategorie einen geringen Aufpreis. Sofern kein Navigationsgerät fest im Fahrzeug eingebaut ist, bieten die Autovermieter mobile Lösungen gegen Aufpreis an. Manchmal lohnt es sich, eine etwas teurere Fahrzeugklasse zu reservieren anstatt die Aufpreis pflichtige mobile Lösung zu wählen. Bitte berücksichtigen Sie, dass die Navigationsgeräte nicht immer das gesamte europäische Streckennetz beinhalten. Haben Sie ein bestimmtes Ziel/Land zu befahren, erkundigen Sie sich zuvor, ob die Karten hierfür auch in dem Navigationsgerät vorhanden sind. Das mobile Navigationsgerät sollte der Mieter beim Verlassen des Fahrzeugs  nicht offen im Mietwagen liegen lassen. Die Versicherung haftet in solchen Fällen nicht für den Verlust. Den Ärger und die Formalitäten nach einem Einbruch im Mietwagen ist umso größer.

Servicenummern der Autovermieter

Es empfiehlt sich in jedem Fall bei der Übernahme des Mietwagens die Servicenummer der Mietwagengesellschaft zu erfragen. Die großen Autovermieter bieten hier einen 24Std.-Service an. Hierüber können Sie im Falle einer Panne Unterstützung erhalten. Die Mitarbeiter der Service-Hotline erteilen den Werkstätten im Falle einer notwendigen Reparatur (z.B. Reifenwechsel) auch die Übernahmegarantie für die anfallenden Kosten. Veranlassen Sie ohne Rücksprache mit der Autovermietung keine Reparaturen in Werkstätten. Diese Kosten werden dann nicht erstattet. Häufig erhalten Sie Servicenummern, die gebührenfrei sind. Diese Rufnummern lassen sich aus dem Ausland nicht anwählen. Sie benötigen in diesen Fällen die direkte Telefonnummer mit der Vorwahl- und dem Direktanschluss.  Die Rufnummer Ihrer Vermietstation hilft nur bedingt, da diese oft nicht rund um die Uhr geöffnet hat.

Tanken

Innerhalb Deutschlands wird Ihnen der Mietwagen mit einem vollen Tank übergeben. Tanken Sie das Fahrzeug vor der Rückgabe auf und achten Sie darauf, dass die Tankuhr auch voll anzeigt. Ansonsten werden die Mitarbeiter der Autovermietung in jedem Fall Nachtanken. Hierfür wird nicht selten ein kräftiger Aufschlag verlangt. Sofern das Fahrzeug ausnahmsweise nicht mit einem vollen Tank übergeben wird, lassen Sie sich den Stand der Tankanzeige quittieren. Bei einigen Vermietern hat der Kunde auch die Möglichkeit, einen kompletten Tankinhalt zu ortsüblichen Preisen zu kaufen. Das Fahrzeug kann dann natürlich auch mit annähernd leerem Tank abgegeben werden. Vergewissern Sie sich, ob diese Option Vertragsbestandteil ist.  Im Ausland gibt es recht unterschiedliche Regelungen. Erkundigen Sie sich bei der Fahrzeugübernahme nach der Tankfüllung und lassen Sie sich auch hier den Tankinhalt quittieren, sofern dieser nicht „VOLL“ anzeigt. In den USA z.B. ist es nicht unüblich, das Fahrzeug mit fast leerem Tank zu übergeben. Der Mieter gibt das Fahrzeug dann entsprechend leer zurück, jedoch so, dass noch eine Fahrt zur nächsten Tankstelle möglich ist.

Winterreifen

In Deutschland ist es seit einigen Jahren dringend zu empfehlen, in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März ein Fahrzeug mit „wintertauglicher Bereifung“ zu fahren. Hierzu zählen auch die sogenannten Allwetterreifen. Im Falle eines Schadens kann der Fahrer, der keine entsprechende Bereifung hat, auch bei nicht schuldhaften Verhalten, zur Kasse gebeten werden. Die Autovermieter stellen daher in diesem Zeitraum einen großen Teil ihrer Fahrzeugflotte mit entsprechender Bereifung zur Verfügung. Um jegliches Risiko auszuschließen, reservieren Sie ein Fahrzeug mit „wintertauglicher Bereifung“. Diese Reifen sind in den meisten Fällen Aufpreis pflichtig, da die Autovermieter hier einen hohen Aufwand betreiben müssen. Sollten Sie eine Reise z.B. nach Österreich, Schweiz oder in die skandinavischen Länder, Norwegen, Schweden und Finnland planen, sind dort zwingend Winterreifen vorgeschrieben. Allwetterreifen, wie sie in Deutschland häufig genutzt werden, reichen dort nicht aus. Weisen Sie Ihren Autovermieter ausdrücklich auf Ihr Reiseziel hin. Das Thema ist den Mitarbeitern bekannt.

Strafmandate

Sollten Sie das Pech haben, ein Strafmandat zu bekommen, so werden diese in den meisten Fällen an den Autovermieter verschickt. Die großen Autovermieter erhalten hier Woche für Woche Berge von Strafmandaten. Für die Bearbeitung dieser Vorgänge verlangen die Autovermieter in vielen Fällen einen Betrag von ca. 25,- EUR. Diese Beträge werden den Kunden häufig gesondert belastet. Das Strafmandat selbst wird dem Kunden seitens der Behörden direkt zugestellt. Sollte es sich um Strafmandate aus dem Ausland handeln, so gibt es zwischen Deutschland und sehr vielen Nachbarländern eine entsprechende Regelung, so dass diese Vergehen auch in Deutschland geahndet werden. Wenn Ihnen also ein Ticket für falsches Parken hinter die Scheibenwischer geklemmt wird, zahlen sie den Betrag unmittelbar. Ansonsten geht der Vorgang an die Autovermietung und zu der behördlich festgelegten Gebühr kommt noch die Bearbeitungsgebühr der Autovermieter.

Fährenbenutzung

Die Benutzung von Autofähren ist in den meisten Fällen gestattet. Es gibt einige länderspezifische Regelungen, die beachtet werden müssen. Selbstverständlich darf der Mieter nicht die Fähren benutzen, die einen in die Länder bringen in die die die Einreise mit dem Mietfahrzeug untersagt ist (z.B. von Italien nach Griechenland). Ebenso darf man Mietwagen, die auf den Balearen oder Kanaren angemietet wurden nicht auf eine andere Insel oder gar auf das Festland bringen. Im Zweifelsfall fragen Sie in Ihrer Vermietstation nach.

LKW - Fahrzeuggruppen

In den meisten Fällen haben die Autovermieter die Lkw-Preisliste in einige wenige Gruppen eingeteilt. In den ersten drei Fahrzeuggruppen befinden sich die Transporter entsprechend ihrer Außenmaße (ca. 2, 3, und 4 Meter Laderaumlänge). Diese Fahrzeuge sind fast immer mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,49t zugelassen, so dass diese Fahrzeuge mit dem neuen Führerschein der Klasse „B“ gefahren werden dürfen. Die nächsten Gruppen sind zumeist den Fahrer vorbehalten, die entweder noch den alten Führerschein der „Klasse 3“ (bis 7,49t) oder die neuen Führerscheine mit dem Eintrag „C“ oder vergleichbar besitzen. Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5t sind zusätzlich mit einem digitalen Fahrtenschreiber ausgestattet. Für den privaten Umzug dürfen diese Fahrzeuge ohne weitere Auflagen genutzt werden. Sofern diese Fahrzeuge zu einem gewerblichen Zweck genutzt, benötigt der Fahrer eine „Fahrerkarte“. Diese wird von den örtlichen Behörden ausschließlich bei Vorlage des neuen Führerscheins ausgestellt. Für diese Fahrzeuge ist bei gewerblicher Nutzung ebenfalls der Eintrag im Führerschein „SZ95“ erforderlich. Diesen erlangen Sie nach einer 35 stündigen Weiterbildung gemäß Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz.

Sonderzubehör

Viele Autovermieter bieten die Möglichkeit, Sonderzubehör wie Navigationsgeräte, gegen Aufpreis zu vermieten. Es empfiehlt sich jedoch, dieses Zubehör vorher zu reservieren. So können zum Beispiel Kindersitze gebucht werden. Hier ist eine genaue Spezifikation (Alter, Gewicht oder Größe) erforderlich. In vielen Gebieten ist es auch möglich neben Winterreifen  auch Skiträger zu reservieren. In den klassischen Winterferiengebieten ist dieses Zubehör stark nachgefragt und sollte daher rechtzeitig reserviert werden.