Langzeitmiete – eine Alternative zum Leasing

Wann ist eine Langzeitmiete sinnvoll?

Der Begriff Leasing ist schon sehr lange im deutschen Sprachgebrauch zuhause. Heute kann man fast alles leasen. Industriegüter, Büromöbel, Computer und selbstverständlich auch Autos. Rund 60% der Leasinggeschäfte in Deutschland entfallen auf das Kfz.-Leasing. Der Leasingnehmer erhält für einen zuvor festgelegten Preis ein Produkt und zahlt hierfür eine monatliche Rate. Bei Kraftfahrzeugen beträgt die Leasingdauer, also die Zeit für die sich der Leasingnehmer verpflichtet ein Fahrzeug zu übernehmen, durchschnittlich 36 Monate. Das Leasing bietet den großen Vorteil, dass der Kunde für eine überschaubare Rate ein Produkt für einen zuvor definierten Zeitrahmen nutzen kann, ohne seine Kapitaldecke zu schmälern. Das schafft eine höhere Flexibilität und eine vernünftige Kostenkontrolle. Nun gibt es immer wieder Situationen, bei denen Leasing nicht die beste Lösung sein muss. Hierzu zählen beispielsweise Firmenneugründungen. Sofern nicht Bürgschaften oder sehr hohe Vorauszahlungen getätigt werden, ist es für ein neues Unternehmen kaum möglich, einen Leasingvertrag zu erhalten. Der Leasinggeber erwartet bei der Bonitätsprüfung mindestens einen kompletten Jahresabschluss. Das ist in der Regel auch das KO-Kriterium für einen Leasingvertrag. Ein neuer Mitarbeiter wird eingestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann keiner sagen, ob das Arbeitsverhältnis die „Probezeit“ überdauert. Um seine Job auszuüben, benötigt der neue Mitarbeiter einen Dienstwagen. In dieser Situation einen Leasingvertrag über mindestens 24 Monate oder gar länger zu unterschreiben, wäre zumindest riskant. In beiden Situationen ist die Langzeitmiete eine empfehlenswerte Alternative. Genau wie beim Leasing sind die monatlichen Raten für den Mietwagen steuerlich in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig. Die Autovermieter bieten für diesen Zweck spezielle Langzeittarife an. Die Mindestmietdauer beträgt hierbei zumeist 28/30 Tage. Danach kann der Kunde frei entscheiden, wie lange er das Fahrzeug noch nutzen möchte. Abgesehen davon, dass es wirtschaftlich vernünftig ist, auf diese Lösung zurückzugreifen, bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, noch flexibler seine Wünsche zu berücksichtigen. Wenn für den alltäglichen Bedarf eine Limousine, welcher Größe auch immer ausreicht, kann es für den Urlaub erforderlich sein, einen Kombi oder gar eine Großraumlimousine zu mieten. Ebenso habe ich als Mieter die Möglichkeit, im Sommer ein Cabriolet zu fahren und im Winter auf einen SUV umzusteigen. Diese Alternativen kann mir das Leasing nicht bieten. Sehr häufig kommt es auch vor, dass Langzeitmieten für spezielle Projektarbeit oder allgemein für Saisonspitzen in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere für die Anmietung von Transportern und Lkw. Hier gibt es eine Vielzahl von Gewerbezweigen, die sehr gerne auf die Langzeitmiete zurückgreifen. Man denke nur an die Paketdienste, die zur Weihnachtszeit einen erheblichen Mehrbedarf vermelden oder auch die Spargelbauern, die rund 10 Wochen lang im Frühjahr alle Hände voll zu tun haben. Dasselbe gilt für die Erdbeerbauern, die ebenfalls für rund 3 Monate erhöhten Bedarf anmelden. Das sind nur einige wenige Beispiele, bei denen eine Langzeitmiete mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Dass sich für diese Geschäftszweige ein eigener, größerer Fuhrpark nicht rentiert, versteht sich von selbst.

Was kann der Autovermieter leisten?

 Zumeist bedienen sich all diese Kunden bei den klassischen Autovermietern. Diese greifen dann im Regelfall auf den vorhandenen Fuhrpark zurück, der zumindest dem eigentlichen Bedarf in vielen Fällen gerecht wird. Nun gibt es aber auch diejenigen, die für einige Monate ein ganz bestimmtes Fahrzeug mit einer sehr individuellen Ausstattung fahren möchten. Da kann es dann schon einmal kompliziert werden. Zum einen können die Autovermieter nicht alle Ausstattungsvarianten überall und zu jeder Zeit bedienen, zum anderen ist es auch nicht wirtschaftlich vertretbar, Mietfahrzeuge mit allen erdenklichen Extras für den Fall vorzuhalten, dass zufällig danach gefragt wird und der Kunde auch noch bereit ist, diese Extras zu bezahlen. Wenn doch, stehen diese Fahrzeuge meistens dort, wo sie gerade nicht gebraucht werden und müssen mit entsprechendem Aufwand transferiert werden. Da wir als fleetkonzept Heide GmbH, mit vielen Autovermietern und sonstigen Dienstleistern in Deutschland zusammenarbeiten, können wir aus einem größeren Fahrzeugpool schöpfen. Dadurch gelingt es uns häufig, die Kundenwünsche zu erfüllen. Es gibt Anbieter im Bereich der Langzeitvermietung, die dem Kunden ein Fahrzeug mit genau den Extras bereitstellen, die er wünscht. Diese Vermieter unterscheiden sich in 2 gravierenden Punkten:

1.) Das Fahrzeug ist zumeist nicht sofort verfügbar, da es erst noch „gebaut“ werden muss.

2.) Gilt das nicht für eine relativ kurze Nutzungsdauer von 1-6 Monaten. Ähnlich wie beim Leasing muss sich der Kunde dann für einen längeren Zeitraum verpflichten. In vielen Fällen sind das 24 Monate. Damit geht dann wieder ein Teil der Flexibilität verloren.

Bei den klassischen Autovermietern in Deutschland bleiben die Mietfahrzeuge rund 6 Monate in der Vermietung und gehen dann zurück an den Handel. Das hat für den Kunden den großen Vorteil, dass er häufig ein neuwertiges Fahrzeug und eben auch die neuesten Fahrzeugmodelle bekommt. Als Nachteil könnte gelten, dass ein Kunde, der ein Fahrzeug in der Langzeitmiete fährt, aus diesem Grunde gezwungen ist, das Fahrzeug nach Ablauf dieser 6 Monate zu tauschen. Das ist unter Umständen lästig, aber sehr häufig unumgänglich, da die Autovermieter diese relativ kurze Verweildauer benötigen, um die Fahrzeuge zu akzeptablen Konditionen anbieten zu können. Längere Haltezeiten führen zu höheren Mietwagenkosten. Hier sei nur daran erinnert, dass zusätzliche Werkstattaufenthalte erforderlich wären und vor allen Dingen der Wertverlust der Fahrzeuge überproportional steigt, da Mietwagen durchschnittlich rund 4.200 Kilometer im Monat gefahren werden. Wer kauft schon ein gebrauchtes Fahrzeug, dass nach 12 Monaten bereits über 50.000 Kilometer auf dem Tacho hat und wenn ja, zu welchem Preis?

Wie setzt sich ein Langzeittrarif zusammen?

Die Tarife für die Langzeitmieten zielen auf das durchschnittliche Nutzerverhalten ab. Die Mietdauer beinhaltet 28 oder 30 Tage (Achtung beim Preisvergleich! Die Langzeitmiete wird häufig als Monatstarif angegeben, gilt aber eben nur für 28 oder 30 Tage). In den meisten Fällen werden um die 4.000km. in den monatlichen Pauschalpreis inkludiert. Diese Pauschalpreise beinhalten einen Vollkaskoschutz mit einer Selbstbeteiligung, die je nach Anbieter und Fahrzeuggröße zwischen 550,-€ und 1.500,-€ liegt. Bei sehr speziellen Fahrzeugen, kann es Abweichungen geben. Wenn ein Fahrzeug der Größe VW Golf in der Tagesmiete rund 60,- € netto kostet, bekommt man das Fahrzeug in der Langzeitmiete bereits für 19,-€ netto. Häufig ist es möglich, die Selbstbeteiligung zu reduzieren oder ganz auszuschließen. Die monatlichen Preise hierfür belaufen sich auf ca. 100,-€ bis 200,-€. Der Vermieter trägt die Kosten für z.B. Wartung und Verschleiß, Kfz.-Steuer, Haftpflichtversicherung und GEZ-Gebühren. Der Kunde trägt lediglich die Verantwortung für den richtigen Ölstand, tanken, waschen und ggf. das Auffüllen der Scheibenwaschanlage. Sollte zwischendurch ein Schaden am Mietwagen entstehen, wird das vom Autovermieter abgewickelt. Am Ende einer Langzeitmiete gibt der Kunde das Fahrzeug beim Vermieter zurück und muss keine Gedanken an Restwerte oder Weiterverkauf verschwenden.

Wie reserviere ich ein Langzeitmietfahrzeug?

Um Mobilität zu gewährleisten, bieten wir eine Vielzahl von Fahrzeuggruppen über unsere diversen Partner an. Unsere Partnerunternehmen betreiben mehr als 1.000 Vermietstationen im gesamten Bundesgebiet. Sie können aus den unterschiedlichsten Fahrzeuggruppen wählen. Fahrzeugmodelle wie z.B. Limousine oder Kombi gibt´s in verschiedenen Größen. Hinzu kommen Ausstattungsmerkmale wie Navigationsgerät, Automatik oder für Vielfahrer ein Fahrzeug mit Dieselmotor. Diese Auswahlkriterien können wir Ihnen in der gesamten Bundesrepublik garantieren. Auch Cabriolets sind in vielen deutschen Großstädten verfügbar. Ergänzt wird das Angebot durch Transporter und Lkw bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 12t. Alle speziellen Anfragen, die darüber hinaus gehen, nehmen wir gerne entgegen und prüfen, ob wir weitergehende Wünsche erfüllen können. Bedenken Sie bitte dabei, dass wir uns aus einem bereits bestehenden Fuhrpark bedienen. Nicht alle Extras können zu jeder Zeit und an jedem Ort bereitgestellt werden. Vermeiden Sie es, eine Langzeitmiete an einem Flughafen oder in einer Bahnhofsstation zu beginnen. Hier verlangen die Autovermieter einen Zuschlag von bis zu 23,5%. Da lohnt sich oft auch ein Taxi in das nächstgelegene Stadtbüro.

  • Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, nennen Sie uns das Datum, die Uhrzeit und den Ort wo die Miete beginnen soll. In größeren Städten ggf. auch den Stadtteil oder die Straße, da dort zumeist mehrere Vermietstationen zur Verfügung stehen. Auf Wunsch sind auch Anlieferungen möglich.
  • Teilen Sie uns bei der Reservierung mit, welche notwendigen Ausstattungsdetails, die z.T. gegen Aufpreis angeboten werden, gewünscht werden. Das gilt insbesondere für Automatikgetriebe, Navigation und Dieselmotor.
  • Möchten Sie die Selbstbeteiligung im Schadenfall ausschließen, weisen Sie uns bitte darauf hin. Diesen Punkt können Kurzentschlossene jedoch auch unmittelbar bei der Vermietung mit dem Mitarbeiter am Vermietcounter klären.
  • Wir prüfen die Verfügbarkeit für das gewünschte Fahrzeug und nehmen die Reservierung bei einem unserer Partner vor.
  • Im Anschluss erhalten Sie von uns per E-Mail eine schriftliche Reservierungsbestätigung mit Datum, Ort, Kontaktdaten unseres Partners und dem vereinbarten Mietpreis.
  • Zum gewünschten Termin übernehmen Sie das Fahrzeug vom Vermieter. Sie benötigen im Regelfall den Führerschein (im Original), Personalausweis oder den Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung sowie eine Kreditkarte. In einigen Fällen reicht auch die EC-Karte. Das sollte jedoch zuvor geklärt werden. Die Bedingungen sind bei den Autovermietern nicht einheitlich.
  • Bei einer gewerblichen Anmietung achten Sie bitte darauf, dass eine korrekte Firmierung hinterlegt wird. Während einer laufenden Miete können fehlerhafte Anschriften oder Firmierungen problemlos geändert werden. Nach Beendigung wird es unter Umständen aufwendiger.
  • Bei der Fahrzeugübernahme wird die erste Monatsmiete (brutto) belastet. Je nach Vermieter wird eine Kaution fällig (in den meisten Fällen 300,- €). Diese Kaution kann jedoch bis zur Höhe einer Monatsmiete ausfallen. Hierüber werden wir Sie zuvor informieren.
  • Die Kautionsleistung wird nach Beendigung der Miete wiedererstattet, sofern das Fahrzeug mit einem vollen Tank, ohne zusätzliche Kilometer und unbeschadet wieder abgegeben wird.

fleetkonzept vermittelt Ihnen weltweit Mietwagen zu besonders attraktiven Mietkonditionen, egal ob Tagesmiete, Wochenmiete, Monatsmiete oder auch einen Mietwagen für 12 Monate. Wir können Ihnen in über 120 Ländern und an über 8000 Mietwagenstationen Wagen beschaffen. Wir beraten Sie gerne und finden mit Sicherheit die richtige Mobilitätslösung für Sie.